Archiv für Oktober, 2010

Kreatives Fehlgehen

Veröffentlicht: Oktober 25, 2010 in Studienwoche Berlin
Schlagwörter:,

In Berlin angekommen, so frisch, wie das nach einer Nacht im Citynightline möglich ist. Danach ins Hotel das Gepäck einstellen und lecker Frühstücken. Soweit alles nach Plan. Doch was macht man jetzt mit so einem angefangenen Halbtag? Irgendwie müde, noch nicht richtig angekommen…

Ein bisschen Shopping, etwas trinken und dann der Plan sich doch noch mal kurz das KaDeWe geben. Also mit der S-Bahn bis Tiergarten, und, weil das Wetter nett ist, von da weg zu Fuss. Ich weiss ja ungefähr in welche Richtung …

Direkt neben dem Bahnhof war dann erstmal dieses ‚Anwesen‘. Wieso gibts sowas nicht in Zürich?

So schön die Villa auch war; sie liegt leider nicht auf dem Weg zum KaDeWe. Genaussowenig wie dann auch der Pfad durch den Park. Leuchtendes Herbstrot und Sonnengold in den Baumwipfeln, der Geruch nach nassem Laub und moosigen Tümpeln, auch das alles kann man auf dem direkten Weg nicht geniessen. Auch nicht diese Allee.

Und dann steht man dann irgendwann vor der Siegessäule und muss erkennen, dass dies wohl nicht der direkte Weg war und dass der KaDeWe warten muss. Zurück im Hotel lese ich dann auf einem Plakat am Eingang: „Umwege erweitern die Ortskenntnis“. Genau, und schön sind sie auch.

Wir gehen ins Ballett!

Veröffentlicht: Oktober 13, 2010 in Studienwoche Berlin
Schlagwörter:

Demokratie ist … toll. Da stelle ich eine Liste mit möglichen Fixpunkten für unser Kulturprogramm in Berlin zusammen und führe ‚Schwanensee‘ da aus pflichtbewusstem Goodwill gegenüber der E-Kultur auch noch Schwanensee an – und was passiert? Ballett ist auf einmal der erdoodelte Tophit. Wir gehen also in die Deutsche Oper Berlin… Nun ja, ich werde die knapp 3 Stunden überleben und der Schwan nicht – das spendet Trost!

Und da ich ja die Verantwortung dafür übernommen habe, gehts ans Organisieren. Also zuerst mal Tickets besorgen. Da hatte ich Glück, dass noch einigermassen zusammenhängende Plätze zu einigermassen moderaten Preisen frei waren. Fix gebucht – das sieht jetzt recht lustig auf meiner Kreditkartenabrechung und auch auf meinen Tisch aus:

Und Oper, Ballett, da war doch mal was: Dresscode! Es wär ja gar nicht gut, wenn wir da zu 22igst vor der Oper stehen und nicht eingelassen werden. Ich rufe also an; die nette Dame von der Information hat meine Frage sinngemäss so beantwortet:

„Einen Dresscode gibt es nicht. Ein Opernbesuch ist aber durchaus ein Anlass, sich einmal wieder gut zu kleiden.“

In diesem Sinne gilt es irgend etwas dazwischen zu finden: